Archiv der Kategorie: Antifaschismus

Braune Schafe? NPD bekundet Solidarität zur Duisburger Polizei

Es scheint in rechtsextremen Kreisen schick zu sein, von Wölfen umringte Schafe zu mimen. So bezog Markus Pohl, Landes- pressesprecher der nordrhein-westfälischen NPD, in einer Pressemitteilung vom 09. April 2009 Stellung zu den Ereignissen vom 27. März in Duisburg-Marxloh und bekundete die Solidarität der NPD zur „noch weitgehend deutsche[n] Polizei“ Duisburgs.

Anlass waren Vor-
würfe der Linken
Sevim Dagdelen (MdB).
Die Abgeordnete hatte das Vorgehen der Duisburger Polizei als unver- hältnismäßig dar- gestellt.

Der Übereifer der

auf Demonstrationen eingesetzten Hundertschaften ist kein neues Phänomen und wird besonders deutlich, wenn vornehmlich linke Gruppierungen von ihrem Recht auf Protest Gebrauch machen. Besonders im Wahlkampf hat die schwarz-gelbe Landesregierung NRWs ein besonderes Interesse daran, Linke als randalierende Unruhestifter darzustellen.

Seien die Vorwürfe nun begründet, oder nicht; die Reaktion der NPD ist trotzdem bestenfalls verwunderlich: Die NPD solidarisiert sich mit der Polizei, obwohl genau diese dazu da sein sollte, das Gemeinwesen vor Neo-Faschisten zu schützen. Gleichzeitig nimmt sich Pohl die Frechheit heraus, die berechtigten Proteste gegen seine Partei als Werk von „Linksfaschisten und Ausländerbanden“ darzustellen. Diese Bezeichnungen sind sowohl dumm als auch unverschämt: Es ist geradezu zynisch, wenn Rechtsextremisten irgendwelche Faschismus-Vorwürfe erheben und im selben Satz in bekannt-ausländerfeindlicher Weise Migranten als Banden bezeichnet.

  • Die linksjugend [’solid] MG fordert die Duisburger Polizei auf, sich von jeglicher Solidarität mit der NPD zu distanzieren!
  • Weiterhin verwehren wir uns gegen durch die Staatsgewalt betriebene Kriminalisierung anti-faschistischer Proteste und verlangen, dass diese als demokratisches Recht anerkannt werden!

Die Schafe, die behaupten, sie seien weiß, sind braun, halten Füchse für Wölfe und flüchten zu einem Hirten, der Metzger sein sollte!

Max Bergstein

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Dresden ist Nazi-frei!!!

Am Samstag den 13 Februar wollten Faschisten aus ganz Europa an den Februar ’45 „erinnern“. Erneut wollte man die Opfer der alliierten Bombenangriffe instrumentalisieren, den Vernichtungskrieg und den Holocaust des NS-Regimes relativieren/leugnen und wieder wollte man das unerhörte schaffen: Europas extreme Rechte zu einer Massendemonstration mobilisieren.

Die Rechnung ging nicht auf! Über 10.000 AntifaschistInnen waren aus ganz Deutschland angereist um gegen Rechts zu demonstrieren und den Nazi-Aufmarsch zu blockieren. Das Bündnis „Dresden-Nazifrei“ hatte zu friedlichen Blockaden aufgerufen. Beteiligt waren Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbände, zahlreiche Antifa-Gruppen und antifaschistische Aktionsbündnisse, darunter selbstverständlich auch DIE LINKE. sowie die linksjugend [’solid].

Zusammen wurde die Dresdener Neustadt „belagert“: Zahlreiche Blockaden und Kundgebungen sollten den Marsch von Rechts unmöglich machen. Der Aufwand hatte sich gelohnt: Ein brauner Mob von 4.000 Rechten saß vor dem Dresdener Hauptbahnhof fest und durfte/konnte nicht demonstrieren, von törichten Marschversuchen wurde der Mob von der Polizei abgehalten. Gegen 16 Uhr, nach mehreren Stunden ohne nennenswerte Vorkommnisse wurde die Versammlung der Faschisten letztendlich aufgelöst.

Alles in allem blieben die Blockaden friedlich, was daran lag, dass sich sowohl Polizei als auch die Demonstranten mehrheitlich kooperativ verhalten hatten. Gefährlich waren zumeist nur die An- und Abreisen per Bus: Raststätten waren Treffpunkte linker als auch rechter Konvois, weshalb besonders für die Angereisten des Aktionsbündnisses Vorsicht geboten war.

Das Fazit das sich letztlich ziehen lässt ist: Dresden ist und bleibt Nazi-frei!!!