Ode an die Freude

Heute ist der 14. Februar. Es ist Valentinstag! Doch während wir hier heute einen Tag der Liebe feiern, sitzen anderswo tausende Menschen seit langer Zeit dicht gedrängt an einem furchtbaren Ort fest, dem Coronavirus, anderen Krankheiten und allen Temperaturen und Wetterlagen völlig ausgesetzt. Die Rede ist vom Geflüchtetenlager Moria und dessen Ausweichlager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos. ⛺️🇬🇷

Seit dem Brand im Geflüchtetenlager im September letzten Jahres hört und sieht man kaum mehr was von der Situation der Geflüchteten dort. Journalist:innen ist es nicht gestattet, das neue Camp zu betreten und NGO-Helfer:innen dürfen keine Fotos oder Videos aufnehmen. Moria bleibt stumm, die Betroffenen werden nicht gehört! Dabei ist die Situation an Europas Grenze weiterhin katastrophal. 🤐
Mit now_you_see_me_moria gibt es nun aber eine Kampagne von Geflüchteten aus Moria selbst, die Sichtbarkeit schaffen und die Lage vor Ort mithilfe von eigenen Fotos und Videos an die Öffentlichkeit tragen soll. Für den heutigen Tag rief die Kampagne zu einem europäischen Aktionstag auf: Jede:r, wer wollte, hatte die Möglichkeit, Poster aus Originalaufnahmen aus dem Lager zu gestalten und zu verteilen. Auch in Mönchengladbach sind derweil einige Plakate aufgetaucht.

Wir erwarten von der EU, von der Bundesregierung und vor allem von der CDU/CSU mehr Verantwortung, mehr Solidarität, und mehr der stets propagierten Nächstenliebe. Die Menschen müssen alle in Sicherheit gebracht werden. Platz ist auf jeden Fall vorhanden! 277 Kommunen in Deutschland haben sich als „sicherer Hafen“ erklärt und sind bereit, mehr Menschen aufzunehmen – darunter auch Mönchengladbach. ⛵️
Jetzt muss nur noch diese ungeheuerliche Abschottungspolitik der Regierung und der EU beendet werden. Und dazu machen wir Druck und präsentieren der Welt den hässlichen Blick hinter die Kulissen der europäischen Union! 👀

Wir begrüßen die Kampagne und die Plakataktion sehr und teilen diese Bilder, um dazu beizutragen, dass diese Menschen endlich gehört werden, dass Europa und vor allem Deutschland endlich handeln und dass es keine weiteren menschenunwürdigen Geflüchtetencamps mehr gibt!